Technische Analyse – Chartanalyse

Technische Analysen bzw. Chartanalysen sind beim modernen Handel an der Börse ein unentbehrliches Mittel zur Darstellung von Charts/Diagrammen und ihrer Auswertung. Die wichtigsten und wertvollsten Indikatoren und Methoden haben wir für Sie hier zusammengetragen, darunter auch aktuelle Ansätze aus jüngst vergangener Zeit.

Average Directional Movement Index ADX

von André Schulz on 11. Dezember 2013. Updated 21. Januar 2014 in Technische Analyse

Average Directional Movement Index

Der Average Directional Movement Index (ADX) wurde 1978 von Welles Wilder entwickelt und in seinem Buch „New Concepts in Technical Trading Systems“ das erste mal veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen technischen Indikator, der dazu dient eine Aussage über die Entwicklung der Trendstärke aussagen zu können.

Die Idee hinter dem Average Directional Movement Index ADX ist, dass man die Maxima bzw. Höchstkurse und Minima bzw. Tiefstkurse einer Periode mit die der vorausgegangenen Periode vergleicht. Daraus resultieren zwei Ergebnisse, zum einen Aufwärtsindikator DM-Plus (+DM) und zum anderen der Abwärtsindikator DM-Minus (-DM):

DM-Plus = Höchstkurs aktueller Periode – Höchstkurs vorheriger Periode
DM-Minus = Tiefstkurs aktueller Periode – Tiefstkurs vorheriger Periode

(DM = Directional Movement)

Wenn das Maximum der aktuellen Periode niedriger ist als das Maximum der vorherigen Periode, setzt man DM-Plus gleich Null. Daraus erfahren wir, dass DM-Plus (+DM) nicht negativ sein kann und zugleich bei DM-Plus gleich Null kein Aufwärtstrend erkennbar ist. Analog dazu das selbe bei DM-Minus (-DM). DM-Minus kann nicht positiv sein, sondern es werden stattdessen positive Werte immer als 0 deklariert. Schließlich sollen die Tiefstpunkte der jeweiligen Perioden einen Abwärtstrend indizieren.

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Average True Range ATR

von André Schulz on 12. Dezember 2013. Updated 21. Januar 2014 in Technische Analyse

Average True Range ATR

Die Average True Range (ATR) wurde im Buch „New Concepts in Technical Trading Systems“ von Welles Wilder im Jahr 1978 das erste mal erwähnt. Ein Synonym der ATR ist auch „Wilders Volatility“.

Die geglättete Fassung der True Range (TR) stellt die Average True Range dar. Zur Glättung wendet man den gleitenden Mittelwert auf die TR an.

Die True Range (TR)

Die Idee hinter der True Range (TR) ist, dass Wilder einen Indikator erschaffen wollte, der die Volatilität einer Periode z.B. die Handelsspanne bzw. die Schwankungsbreite eines Tages beschreibt. Dabei gibt es drei Möglichkeiten diese Spanne zu erfassen. In unserem Beispiel wählen wir als Periode einen Tag:

1. Die Schwankungsbreite von heute (Tiefstpunkt bis Höchstpunkt)

2. Die Schwankungsbreite zwischen dem Close (Letzter Kurs) von gestern und dem Höchstpunkt von heute

3. Die Schwankungsbreite zwischen dem Close (Letzter Kurs) von gestern und dem Tiefstpunkt von heute

Um die True Range (TR) zu ermitteln, vergleicht man diese drei Differenzen miteinander, dabei entspricht die größte Differenz der TR. Vor allem bei Verwendung von 2. oder 3. findet eine Berücksichtigung von möglichen Kurslücken (Gap) statt, die bei anderen Methoden und Indikatoren zur Darstellung der Volatilität meist nicht berücksichtigt werden. Dies ist ein entscheidender Vorteil für die Verwendung der TR bzw. ATR.

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Bollinger-Bänder

von André Schulz on 17. Dezember 2013. Updated 21. Januar 2014 in Technische Analyse

Bollinger Bänder

John Bollinger entwickelte in den Jahren um 1980 einen Indikator der Technischen Analyse. Dieser, Bollinger-Bänder (auch Bollinger Bands) genannt, soll es dem Nutzer ermöglichen größtenteils Hinweise auf Veränderungen des Trends zu bekommen. Nach Bollinger existieren drei Bänder:

Das mittlere Band stellt den Mittelwert dar und berechnet sich als arithmetisch gleitender Durchschnitt der vergangenen n Tage. Am häufigsten wird hierfür der Wert 20 verwendet.

Um das obere und untere Band zu berechnen, benötigt man die Differenz die beim oberen Band mit dem Mittelwert (Mittleres Band) addiert wird oder beim unteren Band vom Mittelwert subtrahiert wird. Diese Differenz berechnet sich aus der Standardabweichung multipliziert mit einem Faktor k.

Der Faktor k entspricht in der Regel dem Wert 2.
Die Standardabweichung ist die Wurzel aus der Varianz für n Tage. Hierbei entspricht n wieder im Regelfall dem Wert 20.

Berechnung für das obere Band:
Mittleres Band + Standardabweichung * Faktor k

Berechnung für das untere Band:
Mittleres Band – Standardabweichung * Faktor k

Wer wissen will wie man die Varianz berechnet, findet mehr dazu am Ende des Beitrags.

Die Idee hinter den Bollinger Bändern basiert auf der Gaußschen-Normalverteilung die besagt, dass naheliegende Werte um einen bestimmten Mittelwert häufiger eintreten, als Werte die weiter außerhalb dieses bestimmten Mittelwertes liegen. Daraufhin verwendet man die Standardabweichung multipliziert mit dem Faktor k als Mittelwert, der den Verlauf des Kurses innerhalb der letzten 20 Tage grob beschreibt.

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Candlestick Chart

von André Schulz on 19. Dezember 2013. Updated 21. Januar 2014 in Technische Analyse

Candlechart Stick

Der Candlestick Chart visualisiert über einen bestimmten Zeitraum hinweg die Verläufe von Vermögensgegenständen. Im direkten Vergleich zum Linienchart fällt auf, dass der Candlestick Chart vier Kursdaten anzeigt, während der Linienchart nur eins darstellt. Entscheidend für den Aufbau der Candlesticks sind zwei Elemente. Zum einen das kleine Rechteck, welches dem Körper des Candlesticks entspricht, und zum anderen die Linien am unteren und oberen Ende des Rechtecks.

Candlestick

Das Rechteck entspricht dem Körper und beschreibt die Spanne zwischen dem Eröffnungs- und Schlusskurs. Die obere Linie wird als Docht oder oberer Schatten bezeichnet und zeigt immer den Höchstkurs der entsprechenden Periode an. Die untere Linie bezeichnet man als Lunte oder unterer Schatten und stellt immer den Tiefstkurs für diese Periode dar. Somit erhalten wir vier Werte:

  • Höchstkurs
  • Eröffnungskurs
  • Schlusskurs
  • Tiefstkurs

Grundsätzlich unterscheidet man innerhalb der Candlestick Charts zwei Arten von Candlesticks. Diese sind in unterschiedlichen Farben gekennzeichnet, meist schwarz/weiß, grün/rot oder blau/orange. Die unterschiedliche Farbwahl gibt Aufschluss darüber, ob ein Candlestick bullish (steigend) oder bearish (fallend) ist.

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Commodity Channel Index (CCI)

von André Schulz on 20. Dezember 2013. Updated 21. Januar 2014 in Technische Analyse

Commodity Channel Index

Der Commodity Channel Index (CCI) beschreibt die Spanne zwischen einem Kurs und einem festgelegten gleitendem Durchschnitt. Im Anschluss werden die Werte normalisiert, dessen Vorgang die der Standardabweichung zugrunde liegt. Beim CCI handelt es sich um einen Indikator der Technischen Analyse, der 1980 von Donald R. Lampert veröffentlicht wurde.

Zwei Jahre zuvor beschrieb Welles Wilder in seinem Buch „New Concepts in Technical Trading Systems“, welches bereits im Jahr 1978 erschienen ist, den selben technischen Indikator wie Donald R. Lampert.

Bei dem gewählten Kurs zur Berechnung des Commodity Channel Indexes handelt es sich nicht um einen realen Kurs, sondern dem arithmetischen Mittel aus dem Hochkurs, Tiefkurs und dem Schlusskurs der jeweiligen Periode. Den arithmetischen gleitenden Durchschnitt dieses Kurses subtrahiert man von dem ursprünglichen arithmetischen Mittel und dividiert das Ergebnis durch das Produkt aus 0,15 und dem arithmetischen gleitenden Durchschnitt aus dem absoluten Wert aus dem arithmetischen gleitenden Durchschnitt des vorher bestimmten arithmetischen Mittel subtrahiert von dem ungeglätteten Wert des arithmetischen Mittels.

CCI = (M – M1) / (0,15 * D)

  • M = (H + T + C) / 3
  • H = Höchstkurs der ausgewählten Periode
  • T = Tiefstkurs der ausgewählten Periode
  • C = Schlusskurs der ausgewählten Periode
  • M1 = Arithmetisch gleitender Durchschnitt aus M
  • D = Arithmetisch gleitender Durchschnitt aus (Abs(M – M1))
    • (Abs(x)) = Absolute Zahl (- = +; + = +)

    Um den arithmetisch gleitenden Durchschnitt zu bestimmen benötigt man in der Regel viele aussagekräftige Werte. Grundsätzlich verwendet man dafür die Werte der letzten 20 Perioden.

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    Gleitender Durchschnitt

    von André Schulz on 30. Dezember 2013. Updated 21. Januar 2014 in Technische Analyse

    Gleitender Durchschnitt

    Der gleitende Durchschnitt (englisch moving average (MA)) zählt zu den weit verbreitetsten Technischen Indikatoren. Häufig bildet dieser die Basis zahlreicher anderer Indikatoren der Technischen Analyse, kann aber auch als einzelnes betrachtet und ausgewertet werden.

    Der Durchschnitt oder arithmetische Mittelwert

    Der Durchschnitt, auch genannt arithmetischer Mittelwert, berechnet sich aus der Summe aller beteiligten Relativwerte geteilt durch die Anzahl der verwendeten Daten. Für das Beispiel nehmen wir Schulnoten zur Berechnung eines Notendurchschnitts.

    Mathematik: 15 Punkte
    Englisch: 12 Punkte
    Deutsch: 9 Punkte

    Die Summe der beteiligten Werte beträgt 15 Punkte + 12 Punkte + 9 Punkte = 36 Punkte
    Dividiert durch die Anzahl der verwendeten Daten: 36 Punkte / 3 = 12 Punkte

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